
Es ist sinnlos, zuzusehen, wie der Leistungsanzeiger während des Versuchs, die festgelegten Liefertermine einzuhalten, immer höher steigt. Bei UV-Offset-, Flexo- und Siebdruckverfahren verbraucht das Gerät ständig volle Leistung – auch dann, wenn für die Aufgabe nur eine bestimmte Spektralausbeute benötigt wird, um die Photoinitiatoren zu aktivieren. Wenn die Lampen zu heiß werden, zu schwach leuchten oder nicht mit der Chemie des Tintens passen, kostet das unnötige Energieverbrauch – und trotzdem bleibt die Vernetzung unvollständig. Die praktische Frage ist daher: Wie kann man die Vernetzungsleistung auf dem gewünschten Niveau halten, während gleichzeitig der Energieverbrauch um 20 % reduziert werden kann?
Was technisch wichtig ist: Die Usio-UV-Lampen sind so konstruiert, dass sie eine stabile Spitzenintensität bei den wichtigsten Quecksilberwellenlängen aufweisen – 365 nm, 385 nm und 405 nm. Dadurch können die Photoinitiatoren im Tinten effektiv absorbiert werden, wodurch die Vernetzung in dem von der Aufgabe geforderten Tempo stattfindet. Ein mit Dichroikbeschichtung versehener Reflektor lenkt das Licht auf das Substrat, anstatt Wärme im Raum zu erzeugen. Dadurch erhöht sich die nutzbare Lichtdichte (mJ/cm² pro Watt). Der Vorteil ist eine konstante Vernetzungsleistung bei geringerer Energiezufuhr. Zudem bleiben die Leistungswerte der Lampen über 5.000 Stunden hinweg stabil, wobei der Spektralintensitätsabfall unter 5 % liegt.
Warum das in der Praxis wichtig ist: Energieeinsparungen dürfen nicht auf Kosten der Vernetzungsqualität gehen. Die Usio-Lampen sorgen dafür, dass die erforderliche Energiedichte erhalten bleibt, sodass pigmentierte Schichten sowie Überdrucke vollständig verdichtet werden. Dadurch können die Druckgeschwindigkeiten sowie die Qualität der Drucke beibehalten werden. Der geringere Energieverbrauch wirkt sich positiv auf die monatlichen Kosten aus. Zudem verringert die niedrigere Oberflächentemperatur die Belastung empfindlicher Substrate. Weniger Lampenaustausche bedeuten außerdem weniger Stillstandzeiten und weniger Wartungsaufwand.
Was man beachten muss: Die Abstimmung der Lampen ist unerlässlich. Man muss sicherstellen, dass die Lampen mit der Geometrie des Reflektors, der Bogenlänge sowie dem Typ des Stromnetzteilanschlusses der Maschine kompatibel sind. Zudem muss das Spektrum der Lampen mit dem der Photoinitiatoren im Tinten abgestimmt sein. Falls das nicht der Fall ist, muss man die Leistung erhöhen, was wiederum die Energieeinsparungen zunichtemacht. Es ist daher wichtig, eine schnelle Inbetriebnahme durchzuführen, um die richtigen Einstellungen für Intensität und Dosis zu finden, damit eine vollständige Vernetzung über die gesamte Breite des Blatts erreicht wird.